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Punch Club – Hau-Drauf-Strategie für Zwischendurch

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Willkommen im Punch Club

Der kleine Indie-Titel Punch Club könnte von seiner Aufmachung noch ein Produkt aus den frühen 90ern des letzten Jahrhunderts sein. Es handelt sich bei diesem Spiel jedoch um eine Neuerscheinung vom 8. Januar 2016.
Vor ein paar Tagen war ich auf der Suche nach einem kurzweiligen Zeitvertreib für zwischendurch. Da ich schon immer ein Fan von Management-Spielen war, bin ich auf Punch Club gestossen. Zu Beginn hat mich die vermeintlich veraltete Grafik etwas abgeschreckt. Lässt man sich jedoch auf die Pixel-Optik ein, entdeckt man ein liebevoll designtes Spiele mit der ein oder anderen Hommage an Film-Klassiker. Lediglich die Musik nervt nach einer Weile. Hier hätte etwas mehr Abwechslung nicht geschadet.

 

Es beginnt mit einem tragischen Zwischenfall

Zum späteren Verlauf des Spiels werde ich wegen Spoilern nichts erzählen. Doch direkt der Einstieg ist sehr klassisch mit einem tragischen Zwischenfall à la Batman. In einer verregneten und stürmischen Nacht muss der Hauptprotagonist als Kind miterleben, wie dessen Vater auf offener Straße erschossen wird. Im Anschluss tritt der Spieler in die Fussstapfen des Vaters und versucht sich als dann erwachsener Kämpfer einen Namen zu machen.
Um dies zu erreichen heißt es Statistiken verbessern, im Rang aufsteigen und seinen Kämpfer bei Laune zu halten. Dies alles unter einen Hut zu bringen ist oft gar nicht so einfach.

 

Training oder doch lieber Arbeit?

Der Kühlschrank ist leer und am nächsten Tag steht ein Kampf an. Es sind Situationen, wie diese die das Spiel so interessant machen. Entscheidet man sich dazu doch noch weiterzutrainieren, um die Werte Stärke, Ausdauer und Geschickt noch ein bisschen zu optimieren oder geht man doch lieber arbeiten, um am nächsten Tag nicht hungern zu müssen. Mit steigenden Werten werden auch die Schläge und Tritte härter und genauer. Man muss sich jedoch entscheiden auf welche Attribute man sich konzentrieren will, denn alle schafft man nicht gleichmäßig zu trainieren.

Punch Club Garagen Training
Punch Club – Garagen Training
Punch Club Arbeit als Pizzalieferant
Punch Club – Arbeit als Pizzalieferant

Egal wie man sich entscheidet, es hat direkte Auswirkungen auf den weiteren Verlauf. Denn wie im wahren Leben sinken auf in Punch Club die Fitness-Werte wieder, wenn man nicht trainiert. Geht man hingegen nicht arbeiten, hat man kein Geld um sich Verpflegung zu kaufen und muss im schlimmsten Fall eine Mülltonne nach etwas Essbarem durchsuchen. Die größte Herausforderung ist es die Balance zwischen Arbeit und Training zu finden.

 

Soziales für die Sims-Spieler

Ich Verlauf des Spiels lernt man immer wieder mehr oder weniger nützliche Personen kennen. Manche sind einem nicht ganz so wohl gesonnen, mit anderen sollte man sich auf jeden Fall gut stellen. Wer einen regen, sozialen Umgang pflegt, hebt damit nicht nur die Laune seines Kämpfers, sondern kann unter Umständen sogar das anschließende Training effektiver gestalten.

Punch Club Sozialer Umgang
Punch Club – Sozialer Umgang
Punch Club Ultimate Fight
Punch Club – Ultimate Fight

Wie der Titel Punch Club bereits erahnen lässt, sind auch Kämpfe ein wichtiger Bestandteil des Spiels. Neben mehreren Ligen gibt es auch unterschiedliche Arenen.

 

Tyler Durden lässt grüßen

Man beginnt in der Anfänger-Liga, findet jedoch auch schnell Anschluss zu anderen Veranstaltungen, wie beispielsweise Straßenkämpfen hinter einer Kneipe oder brutalen Auseinandersetzungen in einer Lagerhalle. Grundsätzlich laufen die Kämpfe jedoch immer gleich ab.
Je nach Veranstaltung dauert ein Kampf unterschiedlich viele nochmals rundenbasierte Runden. In jeder Verschnaufpause sucht man sich Fähigkeiten, wie etwa einen normalen Schlag, einen hohen Tritt oder Ausweichen aus, die der Kämpfer während dieser Runde einsetzen soll. Dabei muss man nicht nur auf die Gesundheit, sondern auch auf die Ausdauer seines Schützlings achten. Denn wenn die Ausdauer auf 0 sinkt, geht man schnell auf die Bretter. Um dem zu entgehen sollten hin und wieder auch ein paar passive Fähigkeiten gewählt werden.
Hat man gewonnen, erhält man oft ein Preisgeld von dem man neue Trainigsgeräte oder Essen kauft, sowie Punkte, die man in neue Fähigkeiten investiert.

 

Fazit

Punch Club ist ein recht kurzweiliges und motvierendes Spiel. Es ermuntert den Spieler immer wieder neue Strategien zu entwickeln, um das Optimum aus seinem Kämpfer zu holen. Die Kämpfe sind teilweise fordernd, jedoch im Regelfall nie unfair. Und falls man einem Kontrahenten doch einmal chancenlos unterlegen ist, hat man dies selbst verschuldet, da man nicht genug trainiert, sondern sich zu früh für diesen Kampf angemeldet hat.
Die Pixelgrafik ist ganz klar gewöhungsbedürftig und wird nicht jedermans Geschmack sein. Auch ich war anfangs skeptisch. Doch zu einem guten Spiel gehört nicht automatisch eine bombastische Grafik. Viel mehr ist es heutzutage so, dass meiner Meinung nach zu viel Wert auf die Grafik und weniger auf das Gameplay gelegt wird.
Das ist hier nicht der Fall. Ich möchte jedem, der gern Stategiespiele und insbesondere Management-Spiele spielt Punch Club ans Herz legen. Auch wenn die Grafik auf den ersten Blick recht primitiv wirkt, steckt doch sehr viel Liebe zum Detail darin.

Wie immer dürft ihr mir gern Kommentare hinterlassen und den Beitrag teilen, wenn er euch gefallen hat.

Viele Grüße,

euer Dominic

 

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