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Home Assistant, mein Neubeginn – Smart Home #2

Veröffentlicht

In einem meinem letzten Smart Home Beitrag habe ich erklärt, was man unter einem „Smart Home“ versteht. Da ich mich nicht von einem einzelnen Anbieter abhängig machen möchte, habe ich damals von dem Open Source Projekt fhem berichtet. Mittlerweile bin ich jedoch auf ein anderes Open Source System, namens „Home Assistant“ umgestiegen.

Mut zum Wechsel

Grundsätzlich habe ich meine einfachen Automatisierungen auch mit fhem realisieren können. Ich hatte jedoch nicht das Gefühl, fhem wäre sehr zukunftssicher.

Da die Community größtenteils deutschsprachig ist, ist das Wachstumspotential eingeschränkt. Leider heißt das auch, dass sich das System eher träge weiterentwickelt. Für eine längerfristig angelegte Heimsteuerung ist das natürlich ein absolutes No-Go. Daher war für mich die Zeit gekommen weiterzuziehen.

Neustart mit Home Assistant

Natürlich war dieser Schritt erst einmal mit sehr viel Arbeit verbunden. Um jedoch nicht auch meine komplette Hardware austauschen zu müssen, galt es mir ein System zu suchen, welches meine bisherigen Geräte ebenfalls unterstützt. Darüber hinaus war mir für meine Entscheidung eine große und vor allem aktive Community wichtig.

Tatsächlich gab es mehrere Kandidaten, die meiner Meinung nach in Frage kamen. Ich schaute, welche Ergebnisse mir Google beim Suchbegriff „Smart Home“ ausspuckte. Anhand des Bekanntheitsgrades versuchte ich die Größe und Aktivität der jeweiligen Communities abzuleiten. In meiner engeren Auswahl gekommen sind letzten Endes OpenHAB, ioBroker und Home Assistant.

Die Entscheidung zwischen diesen dreien ist mir am Ende sogar ziemlich einfach gefallen. Ich bin nicht der größte Java Fan. OpenHAB basiert jedoch darauf. ioBroker basiert auf JavaScript. Aus persönlichen Vorzügen habe ich mich daher für Home Assistant und Python entschieden.

Sahnehäubchen Docker

Besonders chic an Home Assistant ist der Docker Support. Mit jedem neuen Release wird auch ein neuer Container zur Verfügung gestellt. Das macht ein Upgrade, sowie ggf. auch ein notwendiges Downgrade sehr einfach, da lediglich der jeweilige Container ausgetauscht werden muss. Konfigurationsdateien werden außerhalb vorgehalten. Um diese zu sichern, versioniere ich jede Änderung auf meinem eigenen GIT Server. Den genauen Aufbau werde ich ein anderes Mal beschreiben.

Kleiner Einblick

Doch nun möchte ich dir noch einen kleinen Einblick in meine Home Assistant Oberfläche gewähren.

Die Startseite „Home“ wirkt auf den ersten Blick sehr überladen. Das liegt daran, dass hier erst einmal alle verfügbaren Informationen einsortiert werden. Man kann sich in den Konfigurationsdateien jedoch weitere Tabs anlegen und frei wählen, was darin angezeigt werden soll.

Ich habe mir aktuell folgende Tabs angelegt:

  • Übersicht – Am häufigsten benötigte Informationen und Funktionen.
  • Räume – Informationen und Funktionen untergliedert in Räume.
  • Luft – Thermostat Informationen
  • Sensoren – Batterie-/Akku- und Stromverbrauch Informationen

Hier ändern sich meine Vorlieben jedoch auch immer wieder mal, weswegen der Aufbau das nächste mal auch ganz anders aussehen könnte.

Automatisierungen im Smart Home

Bisher sind meine Automatisierungen recht einfach gehalten. Sobald ich meine Wohnung verlasse, schalten sich nach einer Stunde Abwesenheit alle Funksteckdosen aus und alle Heizungen werden auf 17°C reduziert. Umgekehrt, wenn ich heimkomme, reguliert Home Assistant die Heizung im Wohnzimmer auf 21°C.

Außerdem deaktivieren sich die Heizungen in der gesamten Wohnung, wenn ich die Fenster im Wohnzimmer und Schlafzimmer geöffnet habe. Das heißt nämlich, dass ich gerade die Wohnung lüfte.

Bisher konzentriert sich mein „Smart Home“ hauptsächlich auf meine Heizungen. Doch ich habe noch andere Ideen. Ich möchte noch unterschiedliche Szenarien realisieren. Beispielsweise ein „Aufwach“ Szenario in dem ein paar Minuten vor meinem Wecker Vogelgezwitscher über meinen Sonos Lautsprecher erschallt. Zusammen mit dem Wecker soll dann das Radio aktiviert und die Kaffeemaschine eingeschaltet werden.

Mit Automatisierungen kann man sein Heim weiter auf sich selbst abstimmen. Ebenso vielfältig wie die Vorlieben der Menschen sind auch die Möglichkeiten eines Smart Homes. Daher bin ich davon überzeugt, dass sich immer mehr Menschen darauf einlassen werden und wir irgendwann alle in einem schlauen Heim wohnen werden.

Wenn dir der kleine Einblick gefallen hat, dann teile ihn auch gerne mit anderen. Falls dich ein Bereich besonders interessiert, dann kannst du mir auch gerne einen Kommentar da lassen.

Bis zum nächsten Mal.

Dein Dominic

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