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Die Wolke im NAS Teil 1: Was ist ein NAS?

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Was ist ein NAS?

Was ist ein NAS (Network Atteched Storage) eigentlich und welche Vorteile habe ich damit? Diese und weitere Fragen werde ich in meiner neuen Serie „Die Wolke im NAS“ beantworten. Doch fangen wir erst einmal klein an. Was ist ein NAS? NAS steht für „Network Attached Storage“, was soviel bedeutet, wie „an ein Netzwerk angeschlossener Speicher“. Typischerweise ist es das Netzwerk, das heutzutage vermutlich jeder bereits daheim hat. Denn bereits wer lediglich einen Computer mit dem Internet verbunden hat, verwendet dazu einen Router und ein Modem. Oft sind diese Geräte in einem einzigen Gehäuse untergebracht. Das Modem stellt in dieser Konstellation die Verbindung zum Internet her. Der Router spannt das heimische Netzwerk auf und ermöglicht es anderen Geräten, die diesem Netzwerk beigetreten sind, das Internet zu verwenden. Ein moderner Router verbindet in seinem Netzwerk Geräte sowohl kabelgebunden über LAN (Local Area Network), als auch kabellos über WLAN (Wireless Local Area Network). An dieser Stelle kann bereits die Brücke zwischen den zwei Abkürzungen LAN (WLAN und LAN sind vereinfacht gesagt dasselbe. Nur eben eines kabelgebunden und das andere kabellos) und NAS schlagen. In beiden steht der Buchstabe „N“ für Network und beide sind Teil eines Netzwerkes. Ein NAS ist also ein Speichermedium, das seine Speicherkapazität in einem Netzwerk zu Verfügung stellt.

 

Wofür ein NAS?

Doch wofür verwendet man nun ein NAS? Der einfachste vorzustellende Fall ist, dass man beispielsweise Filme, Bilder, Musik oder andere Datein für alle Geräte in einem Netzwerk erreichbar machen möchte.

Moderne NAS-Systeme bieten meist jedoch noch viel mehr Möglichkeiten. Jedem Benutzer einen eigenen Speicherbereich bieten, native Integration von Backup-Lösungen, indexierte Bild-Suche und natürlich die Sicherheit seine Daten in den eigenen vier Wänden zu behalten. Im Gegenzug bleibt jedoch die gesamte Arbeit, die für den Betrieb notwendig ist, ebenfalls in der eigenen Verantwortung. Glücklicherweise hält sich die Arbeit nach der anfänglichen Ersteinrichtung in Grenzen. Bei kritischen Fehlern, bieten einige Systeme die Möglichkeit sich automatisch per E-Mail kontaktieren zu lassen. Verwendet man zudem hochwertige Festplatten, hat man umso länger Ruhe.

 

Sicherheit

Cloud-Hoster, wie Dropbox und OneDrive speichern Daten mehrfach redundant auf mehreren Festplatten, sowie zusätzlich noch an mehreren Standorten. Fällt ein Rechenzentrum mal aus, bleiben die Daten so weiterhin zugänglich.
Zumindest eine ähnliche Sicherheit sollte man sich auch für das heimische NAS zum Vorbild nehmen. Eine dezentrale Speicherung dürfte im ersten Schritt nicht ganz einfach sein. Ein guter Anfang ist es jedoch zumindest einen RAID-Verbund, also einen Zusammenschluss mehrerer Festplatten, aufzusetzen. Das Minimum für ein NAS sollte somit offensichtlich bei zwei Festplatten liegen. Betreibt man ein NAS im RAID-Verbund mit zwei Festplatten hat man die Möglichkeit sich für RAID 0 oder RAID 1 zu entscheiden. Mit mehr Festplatten ergeben sich auch mehr Möglichkeiten. Dies wird an dieser Stelle jedoch (noch) nicht betrachtet.
RAID 0 verwendet man dann, wenn man einfach möglichst viel Speicherplatz und möglichst schnelle Zugriffszeiten haben möchte. Bei diesem Verfahren wird alles Gespeicherte auf beide Festplatten des NAS aufgeteilt. Dadurch behält man den vollen Speicherumfang und einen hohen Geschwindigkeitsgewinn. Auf der Negativseite steht hingegen die doppelte Ausfallwahrscheinlichkeit. Fällt nur eine Festplatte aus, sind alle Daten verloren.

Daher sollte man für ein NAS mit kritischen Daten auf RAID 1 setzten. Nach diesem Verfahren werden alle Daten auf beiden Festplatten gespiegelt. Im Vergleich zu RAID 0 hat man das halbe Speichervolumen und keinen Geschwindigkeitsgewinn. Jedoch wird die Ausfallquote des Gesamtsystems minimiert. Fällt eine Festplatte aus, sind alle Daten noch auf der anderen Platte vorhanden. Entfernt man die defekte Platte und installiert eine Neue, wird erneut alles wieder darauf gespiegelt. Alle Festplatten können lediglich mit dem Volumen der kleinsten Festplatte des Verbunds laufen.

Dies ist eine neue Serie, zu der ich in unregelmäßigen Abständen weitere Beiträge veröffentlichen werde. Lasst es mich wissen, wenn euch ein bestimmtes Themengebiet interessiert. Wie immer dürft ihr mir gern Kommentare hinterlassen und den Beitrag teilen, wenn er euch gefallen hat.

Viele Grüße,

euer Dominic

 

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